Aufstellen, was sonst verborgen bleibt.
Familien- und Systemaufstellung leiten lernen und im Feld lesen, was zwischen den Generationen wirkt. Eine Ausbildung in fünf Blöcken.

Du hast erlebt, wie viel eine Aufstellung bewegen kann. Vielleicht hast du selbst einmal aufgestellt und gespürt, wie ein Thema plötzlich sichtbar wurde, das du vorher nur geahnt hast. Vielleicht hast du selbst einmal im Feld gestanden und etwas gefühlt, das gar nicht deins war, und dich gefragt, woher das kommt. Und irgendwann kam der Gedanke, der dich nicht mehr losgelassen hat: Ich möchte das selbst können. Ich möchte diesen Raum halten, für andere.
Das ist kein kleiner Wunsch. Eine Aufstellung zu leiten heißt, an einem Ort zu stehen, an dem sich etwas zeigt, das lange verborgen war. Es braucht Übung, es braucht Führung, und es braucht die Bereitschaft, zuerst bei dir selbst hinzusehen. Genau das lernst du hier. In fünf Blöcken führen wir dich Schritt für Schritt in die Aufstellungsarbeit ein, und wir zeigen dir zugleich, wie du im Feld liest, was zwischen den Generationen wirkt.
Was du danach kannst
Am Ende dieser Ausbildung kannst du Aufstellungen leiten. Du kannst diesen Raum halten, für andere, und das, was du gelernt hast, zu einem Teil deiner eigenen Arbeit machen. Für viele, die zu uns kommen, ist das der Schritt, der gefehlt hat. Wenn du schon mit Menschen arbeitest, als Coach oder Heilpraktiker, in Beratung oder Therapie, bekommst du hier ein Werkzeug in die Hand, dass deine Arbeit vertieft und dein Angebot erweitert. Du lernst nicht etwas neben deinem Beruf. Du lernst etwas, das ihn trägt.
Was passiert, wenn du wartest
Der Wunsch, dass selbst zu können, ist schon lange da. Die Frage ist nur, wie lange du ihn noch aufschiebst. Noch ein Jahr, in dem du bei den Aufstellungen anderer dabei bist und spürst, dass du eigentlich selbst führen willst. Noch ein Jahr, in dem du diesen Raum nur von der Seite hältst. Irgendwann wird aus dem Wunsch die Gewohnheit, ihn nicht zu leben. Genau deshalb gibt es diese Ausbildung, und genau deshalb lohnt sich der erste Schritt jetzt, auch wenn der nächste Kurs erst im Herbst 2027 beginnt.
Was die Form trägt
Fünf Blöcke à fünf Tage, in Präsenz in Bad Soden am Taunus. Zwischen den Blöcken liegt Zeit, das Gelernte zu üben und im eigenen Leben zu vertiefen. Denn Aufstellen ist eine Tätigkeit, keine Theorie. Es wächst mit der Übung und mit der Rückmeldung einer erfahrenen Begleitung.
In der Gruppe stellt ihr gemeinsam auf, füreinander und miteinander. So bekommt ihr alle viele Gelegenheiten, selbst zu leiten, im Feld zu stehen und zu spüren und darin zu lesen. Die Gruppe umfasst zwischen 12 und 20 Teilnehmenden, genug, um vielfältig miteinander zu arbeiten, und klein genug für einen geschützten Rahmen. Am Ende der Ausbildung erhältst du ein Zertifikat: „Familien- und Systemaufstellung und Lesen im Morphischen Feld“.
Was im Inneren passiert
Du lernst die Aufstellungsarbeit von Grund auf, in ihrer ganzen Breite. Am Anfang steht das Familienstellen: Du verstehst die Ordnungen, nach denen Familiensysteme sich bewegen, du erkennst die Dynamiken und Verstrickungen, die sich über Generationen weitertragen, und du lernst, mit dem Stammbaum und der Gegenwartsfamilie zu arbeiten. Auch die schweren, oft verschwiegenen Themen bekommen ihren Raum, das, was in Familien lange unausgesprochen bleibt und trotzdem wirkt.
Du lernst das Handwerk des Leitens: das Vorgespräch und das Interview mit dem Klienten, die richtigen Fragen vor dem Aufstellen, das Beobachten des Aufstellungsbildes, die Arbeit mit den Stellvertretenden, die Lösungssätze und die Bewegungen, die ein Bild zur Ruhe bringen. Und du lernst, ein Lösungsbild zu schützen und eine Aufstellung würdevoll abzuschließen.
Von dort führen wir dich weiter in die systemischen Strukturaufstellungen: die Wunderfrage, die Problem- und Glaubenssatz-Aufstellung, das Tetralemma, die Körperarbeit. Und in die Organisationsaufstellungen, mit denen sich Konflikte in Arbeits- und Beziehungssystemen sichtbar machen und lösen lassen.
Über all dem steht das, was diese Ausbildung besonders macht: Du lernst, im Feld zu lesen. Nicht nur zu sehen, was sich zwischen den Stellvertretenden zeigt, sondern zu spüren, was zwischen den Generationen weiterwirkt und sichtbar werden will. Und du lernst zu unterscheiden, was aus dem Feld kommt und was aus deinen eigenen Gedanken.
Wie bei uns immer ist diese Ausbildung auch ein Weg zu dir selbst. Du stellst nicht nur für andere auf, du bringst deine eigenen Themen mit und bekommst sie von der Gruppe gestellt und gelesen. Das ist notwendig, denn ohne dich selbst zu kennen, kannst du nur schwer für andere lesen. Dazu geben wir dir Coaching-Werkzeuge an die Hand, mit denen du das, was sichtbar wird, auch bewegen kannst. Ein Teil der Heilpunkte-Arbeit nach Maria Niemann fließt dabei mit ein.
Wer die Ausbildung leitet
Wir beide leiten die Ausbildung gemeinsam. Seit 2016 sind wir in der Aufstellungsarbeit zu Hause, gelernt haben wir bei Joachim Seelmann, dessen Arbeit uns geprägt und uns die Tiefe dieser Methode gezeigt hat.
Wir waren über die Jahre bei vielen Aufstellungen, bei ganz unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen. Und immer wieder haben wir dasselbe erlebt: Es bewegte sich etwas, aber es blieb an der Oberfläche. Das Bild veränderte sich für einen Moment, doch das eigentliche Thema blieb unberührt. Das wollten wir nicht. Wir waren überzeugt, dass Aufstellungsarbeit mehr kann, wenn man bereit ist, wirklich in die Tiefe zu gehen.
Genau so arbeiten wir, und genau so geben wir es weiter. Wir haben erlebt, was eine Aufstellung bewegen kann, wenn sie nicht an der Oberfläche kratzt, sondern das berührt, was über Generationen weitergetragen wurde und sich lösen will. Diese Arbeit möchten wir dich lehren. Nicht als Technik, die man abarbeitet, sondern so, wie wir sie selbst verstehen und leben: nachhaltig, achtsam und wirklich verändernd.
Denn eine Aufstellung soll nicht ein schönes Bild für einen Moment sein. Sie soll etwas bewegen, das bleibt.
Der Weg bis zum Start
Bis es losgeht, musst du nicht warten und zuschauen. Wenn du magst, bist du schon vorher als Stellvertreterin oder Stellvertreter bei unseren Aufstellungen dabei. Du stehst mitten im Feld, spürst, wie sich etwas bewegt, und lernst diese Arbeit von innen kennen, lange bevor der erste Block beginnt. So kommst du nicht als fremde Person in die Ausbildung, sondern als jemand, der das Feld schon gespürt hat. Sprich uns an. In einem kurzen Gespräch schauen wir, was zu dir passt, und laden dich zur nächsten Gelegenheit ein.
Eckdaten
Format: fünf Blöcke à fünf Tage, in Präsenz in Bad Soden am Taunus.
Dauer: etwa ein Jahr.
Inhalt: Aufstellungsarbeit leiten lernen, Lesen im Feld, Coaching-Werkzeuge, ein Teil der Heilpunkte-Arbeit nach Maria Niemann.
Abschluss: Zertifikat „Familien- und Systemaufstellung und Lesen im Morphischen Feld“.
Gruppe: zwischen 12 und 20 Teilnehmenden.
Unterkunft: Die Teilnehmenden organisieren ihre Unterkunft selbst. Auf Anfrage geben wir gerne Empfehlungen für Hotels und Pensionen in der Nähe.
Nächster Start: Herbst 2027.
Zur Investition
Die Ausbildung kostet 4.500 Euro für alle fünf Blöcke, inklusive aller Unterlagen, Snacks und Getränke. Das entspricht 900 Euro pro Block. Die Ausbildung erstreckt sich über etwa ein Jahr, und du kannst in Raten zahlen, im Rhythmus der Blöcke, sodass sich die Investition über die gesamte Zeit verteilt.
Wir stellen Qualität vor Quantität. Aufstellen ist eine Tätigkeit, die man nicht an einem Wochenende erlernt. Dazu gehören Übung, Führung und die Rückmeldung einer erfahrenen Begleitung, damit du lernst, die Bilder und Bewegungen im Feld richtig zu deuten. Diese Zeit nehmen wir uns, mit dir und für dich.
Bei Fragen zur Investition oder zur Ratenzahlung sprich uns einfach an, wir finden gemeinsam einen Weg.
Es gelten unsere Seminarbedingungen.
Du musst nicht wissen, ob du eine Aufstellung leiten kannst, bevor du anfängst. Niemand weiß das vorher. Wenn du spürst, dass dich diese Arbeit ruft, sprich mit uns, dann schauen wir gemeinsam, ob die Ausbildung zu dir passt.